Trend Vernetzung: Wird unser Leben jetzt endgültig smart?

Keep it simple, sei vernetzt und entscheide smart. Was sich wie die Lebens-Maxime einer jungen Generation anhört, gilt heute im gleichen Maße für die Anforderungen an mobile Devices und Gegenstände des Alltags. Die zunehmende Digitalisierung unserer Alltagswelt wird unter dem Schlagwort „Connected Life“ zusammengefasst. Dies meint die intelligente Vernetzung technologischer Geräte und digitaler Gebrauchsgegenstände. So meldet sich heute beispielsweise der Kühlschrank über eine App, wenn man vergessen hat die Tür zu schließen, oder die Waschmaschine weist darauf hin, dass nicht mehr genügend Waschmittel im Haus ist. Durch die digitale Vernetzung werden also kreative und praktische Lösungswege für Alltagsprobleme der Menschen gefunden. Das Smartphone wird bei dieser Vernetzung zum zentralen Hub, von dem aus sich zukünftig nahezu alles steuern lässt. Im Mittelpunkt steht dabei, alle Lebensbereiche des Alltags besser zu organisieren, den Verbraucher von lästigen Aufgaben zu entlasten und so mehr „Quality Time“ zu ermöglichen.

Neben der Kommunikation werden nun auch die „Dinge des Alltags“ von der Vernetzung beeinflusst. Intelligente Technologien ermöglichen es zum einen, den Anforderungen einer mobilen Gesellschaft gerecht zu werden und zum anderen, Stück für Stück die Vernetzung zu einem Rundum-Service für den Verbraucher auszubauen und damit Lebensqualität zu erhöhen. Der Begriff „Internet of Things“ beschreibt genau diese Verschmelzung von Internet und Alltagsgegenständen: Der Verbraucher kann zukünftig jederzeit über unterschiedliche Objekte online gehen bzw. diese online verwalten. Durch intelligente Informationsübermittlung werden Objekte somit zu eigenständigen Helfern. Laut den Analysten von Gartner werden 2020 voraussichtlich rund 25 Milliarden Maschinen und Geräte miteinander kommunizieren – angefangen von Industrieanlagen über Smart Cars bis hin zu Rasierern (Quelle: dmexco Trends, Beilage W&V, 38/2015). Schon jetzt kann beispielsweise die Nachbestellung von Rasierklingen, direkt per Knopfdruck vom Rasierapparat selbst erfolgen. Vorrangiges Bedienelement bleibt jedoch das Smartphone, um auch von unterwegs Zugriff auf die Geräte zu haben und sie zu steuern.

Vernetzung des Alltags

Das Internet als multidimensionaler Kommunikations- und Erlebnisraum galt lange als Domäne der Jugend. Die schnell fortschreitende technologische Entwicklung in Kombination mit einer zunehmend leichteren Handhabung der Devices durch einfachere Design- und Bedienelemente führt dazu, dass die digitale Vernetzung in allen Altersklassen nicht mehr wegzudenken ist. Die Vorteile dieser technologischen Entwicklungen machen sich mittlerweile in allen Bereichen des Lebens bemerkbar. Die smarte Vernetzung von Technologien und Gegenständen ermöglicht es, Abläufe der Alltags- und Arbeitswelt neu zu strukturieren. Beispielsweise ist erst durch Cloud-Services der Zugriff auf ausgelagerte Daten rund um die Uhr an jedem Ort möglich und ein weltweites Arbeiten in dezentralen Teams überhaupt denkbar. Auf dem Weg nach Hause kann die Heizung über das Smartphone schon von unterwegs auf die richtige Temperatur hochgefahren werden und auch die Banküberweisungen lassen sich noch nebenbei erledigen. Die Fitness-App ermahnt derweil, dass heute Sport auf der Tagesordnung steht und zeigt Wege auf, die Essgewohnheiten zu verbessern. Und für das besondere Entertainment liefern Streaming-Dienste rund um die Uhr die Wunschmusik, bieten besondere Playlisten an und empfehlen die perfekte Begleitmusik für den besonderen Moment.

Dies alles zeigt, dass vernetzte Technologie bereits in die Alltagskultur Einzug gehalten hat und die Möglichkeit bietet, Abläufe zu optimieren, um den Komfort zu steigern. Wo die Digitale Revolution hinführt, ist bislang noch nicht abzusehen, aber eins ist gewiss: Der Markt bringt sich in Stellung und sieht die schier unendlichen Möglichkeiten des „Internet of things“. „Elf Billionen Dollar bis 2025 – das ist der weltweite wirtschaftliche Mehrwert der intelligenten Vernetzung, den McKinsey in seiner jüngsten Studie prophezeit hat. Als Brückenschlag zwischen digitaler und physischer Welt wird das Internet of Things zukünftig die gesamte Lebenswelt digital verbinden“, so Rainer Wiedmann, Geschäftsführer der Managementberatung iq! Der Grundstein für neue Innovationen ist also gelegt.

© 2015 Facit Media Efficiency